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Wirtschaft
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Mittwoch, 10. Dezember 2008 um 16:14 Uhr |
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Seite 1 von 6 Die lange Schleifspur des Transrapid Warum Politik und Industrie ein hoffnungsvolles Verkehrsprojekt links liegen lie ßen Paderborn – Es wird viel gejammert über die Zukunft Deutschlands als Technologieland in Zusammenhang mit dem endgültigen Aus für den Transrapid in München. Eine Teststrecke im Emsland und ein paar Kilometer in China, das ist alles, was die Schwebetechnik Made in Germany bislang vorzuweisen hat. Dafür wurden Milliarden öffentlicher Mittel in den Sand gesetzt. Damit nicht genug: Im Schatten der allgemeinen Transrapid-Euphorie blieb einhoffnungsvolles Verkehrskonzept von Wissenschaftlern der Universität Paderborn buchstäblich auf der Strecke.Â
Sein Projekt hat elf Jahre lang unter der allgemeinen Transrapid-Euphorie gelitten. Inzwischen ist Professor Dr. Joachim Lückel, 70, emeritiert und er blickt zurück im Zorn: Auf Politiker, auf die Bahn und deren Chef Mehdorn, auf die Industrie. Mit vielen guten Worten und wenig Geld haben sie alle seine Neue Bahntechnik Paderborn am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Am 1. April – kein Scherz – konnte die staunende Öffentlichkeit noch einmal am Modell im Maßstab 1:2,5 besichtigen, wie der Verkehr der Zukunft aussehen könnte. Wenn bis zum Jahresende kein Geld mehr kommt, waren elf Jahre Forschungs- und Entwicklungsarbeit von bis zu 20 Wissenschaftlern für die Katz. Der finanzielle Schaden hält sich in Grenzen: 11 Millionen Euro staatlicher Zuschüsse wurden in diesen elf Jahren verbraucht, Peanuts im Vergleich zu den ca. 4 Milliarden Euro, die der Transrapid bislang kostete. Doch da das Paderborner Projekt patentrechtlich kaum abgesichert ist, steht einer Realisierung im Ausland wenig im Wege. Moskauer Stadtplaner haben bereits ihr Interesse bekundet.
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 19. März 2009 um 07:26 Uhr |